Der Kreislaufpass

Kreislaufpass

In Kooperation mit der Ingenieurgesellschaft pbo und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) haben wir, der VHE, für Bioabfallbehandlungsanlagen ein Programm entwickelt, mit dessen Hilfe die aus Bioabfällen gewonnenen Rohstoff- und Energiemengen berechnet werden können. Die für einzelne Kompostierungs- oder Vergärungsanlagen speziell ermittelten Werte werden in anschaulicher Weise in einer Grafik – dem Kreislaufpass – dargestellt. Um für den Betrachter die Bedeutung der gewonnenen Ressourcen zu veranschaulichen, zeigt der Kreislaufpass neben den absolut gewonnenen Rohstoff- und Energiemengen auf, welche Leistung die recycelten Rohstoffe bringen.

Wozu wurde der Kreislaufpass entwickelt?

Mit über 40% des Hausmülls stellen die organischen Anteile die größte verwertbare Einzelfraktion im privaten Hausmüll dar. Derzeit werden in Deutschland über die Biotonne sowie Sammelsysteme für Garten- und Parkabfälle rund 110 kg Bio- und Grüngut pro Einwohner und Jahr getrennt erfasst.  Doch was geschieht mit den Bioabfällen in den verschiedenen Regionen – in den jeweiligen Kompostierungs- und Vergärungsanlagen? Lohnt sich überhaupt die getrennte Erfassung und Verwertung der Bioabfälle? Welche Mengen an Rohstoffen und fossilen Energieträgern können durch Verwertung der Bioabfälle geschont werden? Welchen Nutzen hat das Ganze für Mensch und Umwelt? Solche und ähnliche Fragen stellen sich Verbraucher, Fachleute und Presse gleichermaßen und immer wieder. Der Kreislaufpass hilft hier, indem er nicht nur die Fragen präzise beantwortet, sondern auch die Antworten praxisnah und für jedermann verständlich veranschaulicht. So lässt sich auf den Punkt bringen, welch bedeutenden Beitrag zur Schonung der Umwelt und zum Schutz des Klimas die getrennte Erfassung und Verwertung von Bioabfällen eine spezifische Anlage leistet.

Der Kreislaufpass liefert zum einen wichtige Kennzahlen zur eigenen Auseinandersetzung mit der Leistungsfähigkeit und Leistungsvielfalt einer Kompostierung- und Vergärungsanlage. Zum anderen kommuniziert er die Leistungsergebnisse alltagsnah für Verbraucher und andere Kooperationspartner, deren Mitwirkung im Abfallkreislauf von Bedeutung ist.

Wie entsteht ein Kreislaufpass?

Der Kreislaufpass wird individuell für die jeweilige Anlage erstellt und bezieht sich konkret auf deren spezielle Verwertungsleistung. Die benötigten Daten zur Berechnung werden vom Betreiber der Kompostierungs- bzw. Vergärungsanlagen durch ein Erfassungsformular zur Verfügung gestellt. Hierzu zählen z. B. die Menge der angenommenen Bioabfälle, die erzeugten Mengen einzelner organischer Dünger sowie eventuell auch Angaben über die erzeugte Biogas- und Brennstoffmenge. Neben den Mengenströmen liefert der Anlagenbetreiber z. B. Analysen über die Inhaltsstoffe der organischen Dünger sowie zu den Energiegehalten der ggf. erzeugten biogenen Brennstoffe und des Biogases. Die zur Verfügung gestellten Daten werden von Wissenschaftlern der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und der Ingenieurgesellschaft pbo auf Plausibilität hin überprüft. Mit Hilfe eines speziell entwickelten Berechnungsprogramms werden wissenschaftliche Aussagen über den stofflichen und energetischen Nutzen der gewonnenen Stoffe getroffen. Die ermittelten physikalisch-technischen Kennwerte werden in dem vorliegenden Kreislaufpass in allgemein verständlichen Größen dargestellt.

Die genauen Angebotdetails können Sie in unserem Angebotsschreiben nachlesen. Die Erstellung eines Kreislaufpasses können Sie bei uns in Auftrag geben. Das Bestellformular finden sie hier. Jeder Kreislaufpass wird nach sorgfältiger Erstellung als DIN-A1 Plakat mit dem Logo der jeweiligen Anlage versehen und direkt aushangsfertig geliefert.

Folgend Sehen Sie drei Beispieldateien für kleine bis große Anlagen, sowie das Handout, welches den Kreislaufpass ausführlich beschreibt.