Kompostieren - Was ist mit ... ?

 

Papier und Pappe

lassen sich in kleinen Mengen als Zugaben zu den feuchten Küchenabfällen mitkompostieren. Im Einzelnen sind dies: Obst- und Brötchentüten, Küchentücher, Kuchentabletts, Filterpapiere (Kaffee und Tee), Zeitungspapier zum Auslegen des Sammelgefäßes für Küchenabfälle. Für die Kompostierung nicht geeignet sind Buntdrucke und Hochglanzpapier aufgrund ihrer hohen Schwermetallgehalte, sowie viele Lebensmittelkartons und Milchtüten, die eine Kunststoffschicht enthalten.

Schwermetalle

weisen in erhöhten Mengen möglicherweise Hecken und Bäumen in unmittelbarer Nähe stark befahrener Straßen auf. Wer dieses Laub kompostiert, sollte den Kompost nicht für den Anbau von Gemüse verwenden. Schwermetalle wie Blei und Cadmium werden bei der Kompostierung nicht abgebaut und sind für den Menschen gesundheitsschädlich. 

Staubsauberbeutel, Hauskehricht 

sind aufgrund der Schwermetallbelastungen der Luft, die im Staub auftreten, nicht für die Kompostierung geeignet.  

Zigarettenasche

ist aufgrund der Schadstoffe nicht zum Kompostieren geeignet. 

Gespritzte Schalen von Südfrüchten 

enthalten persistente (langlebige) Spritzgifte, die im Kompost über einen längeren Zeitraum abgebaut werden. Bei normalem Mengenanfall ist die im Kompost noch vorhandene Konzentration gering und verschwindet gegenüber den überall vorhandenen ("ubiquitären") Schadstoffen. Ziehen Sie beim Kauf unbehandelte Früchte vor. 

Katzenstreu

nur kompostieren, wenn auf der Verpackung ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass sich die Streu für die Kompostierung eignet. 

Haustierstreu 

von Pflanzenfressenden Haustieren, wie z.B. Kaninchen und Hamstern, die aus abbaubaren Stoffen wie Sägemehl, Heu und Stroh besteht 

Fäkalien aus Komposttoiletten,
Fäkalien von Haustieren 

sind nicht zur Kompostierung im Garten geeignet. Zur Abtötung von Krankheitserregern und Wurmeiern sind über einen Zeitraumvon mindestens 6 Tagen Temperaturen von über 65 °C notwendig, die der Gartnekompost nicht erreicht. 

Kranke Pflanzen 

die von Pilzkrankheiten (z.B. Monilia) und Bakterienkrankheiten (z.B. Schwarzbeinigkeit) befallen sind, bedürfen bei der Kompostierung besonderer Sorgfalt. Sie sollten nur kompostiert werden, wenn über einen Zeitraum von mehr als vier Wochen Temperaturen über 45 °C gewährleistet sind. 

Wildkräuter ("Unkräuter") 

können prinzipiell kompostiert werden. Samentragende "Unkräuter" in die Mitte des Komposts geben. 

Gekochte Speisereste,
Fischreste, Knochen 

lassen sicht prinzipiell kompostieren, sollten aber i.d.R. nicht in offenen Komposthaufen angesetzt werden. 

Eierschalen 

enthalten Kalk. Die bei der Kompostierung nicht vollständig zersetzten Splitter nimmt der Gartenboden je nach Kalkbedarf auf. 

Sonstige 

Haare, Federn, Nagelschnitt, Wollreste enthalten Stickstoff und sind für die Kompostierung gut geeignet.  

Baumnadeln und Moos 

mit anderen Materialien gut mischen. Eventuell über einen längeren Zeitraum auf den Kompost geben bzw. die Baumnadeln u.U. teilweise unter den Bäumen liegenlassen. Auch wenn Nadeln und Moos nicht vollständig zersetzt sind, kann der Kompost im Garten aufgebracht werden, wo Nadeln und Moos von den den Bodenorganismen weiter zersetzt werden. 

 

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