Wie wird Abfall zum Kompost?
Die Kompostierung ist ein natürlicher, aber technisch gesteuerter Vorgang. Dabei werden die natürlichen Bedingungen für den Humusaufbau im Boden (Wie entsteht Humus) nachgestellt und optimiert.
Im Kompostwerk werden neben den aus der Biotonne stammenden Bioabfällen vor allem Garten- und Parkabfälle sowie regional auch Abfälle aus der Nahrungsmittel verarbeitenden Industrie kompostiert. Die hier erzielten hohen und über einen vorgeschriebenen Zeitraum stabilen Temperaturen sichern ein hygienisch einwandfreies Produkt. Kleinstlebewesen und Mikroorganismen setzen mit Hilfe des Luftsauerstoffs den größten Teil des organischen Materials zu Humus um. Bei der Hausgartenkompostierung dauert dieser Prozess in der Regel 1 bis 2 Jahre.
Für die industrielle Kompostierung werden die Umweltbedingungen in einem künstlichen Optimum gehalten und die gleichen Prozesse laufen stark beschleunigt ab. Witterungsbedingte Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen sind ausgeschaltet und die Mikroorganismen finden so immer optimale Bedingungen für ihre Arbeit vor.
Ob die Prozesse für die Kompostierung in Gang gekommen sind, lässt sich unter anderem an der Temperatur feststellen. Denn die Mikroorganismen und Kleinstlebewesen erzeugen bei der Umsetzung der organischen Abfälle Wärme.
Im Garten kann man es daran beobachten, dass der Komposthaufen schon mal dampft. Gleichzeitig gibt die Wärmeentwicklung auch Aufschluss über den Rottezustand, das heißt, wann der Kompost fertig ist. Je stärker der Komposthaufen abkühlt, desto reifer ist er.
Weitere Informationen finden Sie auch in der Kompostschule.
In der folgenden Abbildung ist die Umsetzung organischer Stoffe bei der Kompostierung schematisch dargestellt. |




