Unter dem Begriff Humus wird die die Gesamtheit der abgestorbenen, organischen Bodensubstanz zusammengefasst. Diese ist durch die Tätigkeit der Bodenorganismen einem ständigen Auf- und Abbauprozess unterworfen, wird durch diese aber auch stabilisiert. Das Verhältnis zwischen abbauenden zu aufbauenden Vorgängen bestimmt langfristig den Humusgehalt der Böden. Chemisch betrachtet ist Humus keine einheitliche Substanz. Vielmehr besteht Humus aus stabilisierten phenolischen Verbindungen, deren Zusammensetzung sich bis heute einer exakten Beschreibung entzieht. Eine grobe Einteilung der Humusstoffe kann durch die Bestimmung der Löslichkeit der Humusstoffe in konzentrierter Natronlauge erfolgen. Als Huminsäuren wird die Fraktion der organischen Bodensubstanz bezeichnet, die in Natronlauge löslich ist, während die Fulvosäuren in Natronlauge zwar in Lösung gehen, aber mit Säuren wieder fällbar sind. Die Humine sind Natronlauge gegenüber stabil und damit unlöslich.
Ausgangssubstanz für die Humusbildung sind energiereiche, leicht abbaubare organische Primärsubstanzen, die hauptsächlich von Pflanzen zur Verfügung gestellt werden. Die organische Substanz im Boden versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen |