Weinbau

Mit Humus/Kompost versorgte Böden zeigen ihre Stärke besonders in Sommern mit ausgedehnten Heiß-/ Trockenphasen. Die durchgängig gute Versorgung der Weinpflanzen auf stark mineralischen Böden führt zu qualitativ und quantitativ besseren Ernteergebnissen. 

Die Humusversorgung in Beständen durch Mulchen oder leichtes Einarbeiten erbringt vielfältige positive Wirkungen:

Optimierung der Bodenverhältnisse

  • Niederschlagswasser dringt in den Boden ein und läuft nicht nur oberflächlich ab.
     
  • Der Boden ist direkt vor Erosion geschützt.
     
  • Niederschlagswasser wird im Boden für die Weinpflanze verfügbar gespeichert.
     
  • Der Boden wird vor Austrocknung geschützt.
     
  • Es wird eine raschere Bodenerwärmung durch die dunkle Farbe des Kompostes erreicht.
     
  • Bodenleben entwickelt sich in der oberen Bodenschicht.

Komposteinsatz beim Wiederaufbau/Neuanlagen

Beim Wiederaufbau bietet sich die Möglichkeit, die bodenphysikalischen Verhältnisse in der gesamten oberen Bodenschicht zu optimieren. Die Jungpflanzen der Neuanlagen können den Boden leicht durchwurzeln. Die Wasserhaltefähigkeit liegt insgesamt höher als im skelettreichen, rein mineralischen Boden. Die gesunde Bodenstruktur ist weniger erosionsanfällig und entwickelt ein gesundes Bodenleben.

RAL-gütegesicherte Kompostprodukte für den Weinbau sind gut verfügbar.

Düngung und Anlagenpflege

  • Dünger wird eingespart, da Kompost die Weinpflanze umfassend versorgt.
     
  • Es besteht keine Brandgefahr wie bei der Verwendung von Stroh für die Bodenabdeckung.
     
  • Der Pflegeaufwand zur Unkrautbekämpfung wird durch Mulchen der Flächen vermindert.
     
  • Die Pflanzengesundheit wird durch die gute Versorgung und phytosanitäre Wirkung gefördert.