Rekultivierung

Qualitätskompost als Substratkomponente Zur Herstellung der obersten pflanzentragenden Schicht eignen sich Kompost-Bodengemische. Diese werden beispielsweise für die Rekultivierung von Deponien benötigt. In Abhängigkeit von der Bepflanzung variieren die Mischungsanteile für die oberen 20-30cm. Kompost eignet sich gut aufgrund:

  • seines hohen Nährstoffbindungsvermögens
     
  • der guten Pflanzenversorgung mit Wasser und Pflanzennährstoffen. Dies ist für diese Flächen wichtig, da sie i.d.R. nicht intensiv gepflegt werden.
     
  • seiner guten Verfügbarkeit am Markt, auch in größeren Mengen, wie sie bei diesen Maßnahmen erforderlich sind.

Immissionsschutz

Während des Abbaus von Bodenmaterial (Braunkohle im Tagebau) werden untere Bodenschichten freigelegt. Ist aufgrund bodenphysikalischer und -chemischer Bedingungen keine Vegetationsbildung möglich, erfüllt Qualitätskompost die Funktion:

  • der direkten Emissionshemmung durch bindende Abdeckung des Bodenmaterials
  • einer Grundlage zur Vegetationsbildung und durch die Wurzelbildung einen dauerhaften Immissionsschutz. Dabei ist es nicht Ziel, Erträge zu erwirtschaften.

Wiederherstellung von Rekultivierungsflächen

Zielsetzung des Komposteinsatzes auf landwirtschaftlichen
Rekultivierungsflächen ist:

  • Förderung des Bodenlebens durch Zufuhr organischer Substanz
     
  • Verbesserung des Versorgungszustandes durch die Zufuhr von Nährstoffen und Humusstoffen zu Erhöhung der Sorptionsfähigkeit für Nährstoffe
     
  • Schutz vor Verschlämmung und Erosion und somit Stabilisierung des Bodengefüges
     
  • Verbesserung der Bodengesundheit durch die phytosanitäre Wirkung von Kompost
     
  • Verbesserte Wasserspeicherung, Durchlässigkeit und Bodenerwärmung
     
  • Erhöhung des pflanzenverfügbaren Bodenwassers durch direkte physikalische Wirkung