Charakterisierung von Torf

Welche Eigenschaften sind für Hochmoortorf kennzeichnend?

  • Hohes Porenvolumen
    In seiner Struktur gleicht Torf einem Schwamm. Er besitzt nur wenig feste Struktur und ein entsprechend großes Porenvolumen. Damit ist trotz hoher Wasserkapazität durch Mittel- und Feinporen auch eine hohe Luftkapazität durch den großen Anteil an Grobporen gegeben.

  • Strukturstabilität
    Da Torf mikrobiell schwer abbaubar ist, wird er im Laufe der Kulturführung nur wenig zersetzt. Er zeichnet sich somit durch eine hohe Strukturstabilität aus.

  • Niedriger pH-Wert
    Der geringe pH-Wert wird ebenso wie die Nährstoffmenge den Anforderungen der Kulturpflanzen entsprechend eingestellt. Für Moorbeetpflanzen ist der gegebene pH-Wert ideal.

 

Was ist bei der Verwendung von Torf in Kultursubstraten zu beachten?

  • Wiederbenetzbarkeit
    Trocknet Torf vollständig aus, so ist eine Wiederbefeuchtung schwer zu erreichen. Das Substrat muss durch entsprechende Kulturführung feucht gehalten werden. Komponenten mit höherem Feinporenanteil wirken ausgleichend.

  • Geringes Nährstoffbindungsvermögen
    Das geringe Nährstoffbindungsvermögen, insbesondere bei schwach zersetztem Torf, wird durch Mischung mit Komponenten wie vielschichtige Tonminerale, Rindenhumus oder Substratkompost erhöht.

  • Sehr geringe Nährstoffgehalte
    In der Substratindustrie hat man sich die Eigenschaft des minimalen Nährstoffgehaltes zunutze gemacht und setzt die Nährstoffe dem Bedarf der jeweiligen Kultur entsprechend zu.