Charakterisierung von Kultursubstraten

Kultursubstrate werden sowohl in den verschiedensten professionellen Anwendungsbereichen des Gartenbaus (Zierpflanzenbau, Gemüsebau, Baumschulen,..) als auch im Hobbygartenbereich (Blumenerden, Anzucht- und Pikiererde,...) eingesetzt. Die Spezialisierung in der Substratherstellung ist heute aus keinem Bereich des Gartenbaus mehr wegzudenken.

 

Eigenschaften von Humusstoffen für Kultursubstrate


Hinweis: Die meisten gärtnerischen Kulturpflanzen bevorzugen ein mässig bis schwach saures Milieu mit einem pH von 5,5 - 6,5. In diesem Bereich sind die Nährelemente optimal pflanzenverfügbar. Moorbeetpflanzen und Carnivore (fleischfressende Pflanzen) benötigen hingegen ein saures Milieu von pH 4 - 5. 

 

 

Praxiserden

Substrate, die aus einer Vielzahl von wenig definierten Ausgangsstoffen vom Anwender selbst gemischt werden.

Ausgangsstoffe:
Komposterden
Lauberde
Rasenerde
Walderde
Lehm
Sand
Moorerde

Standardsubstrate

Seit den 50er Jahren werden Torf-Ton und reine Torf-Substrate eingesetzt. Diese Standardsubstrate sind bei entsprechender Kalkung und Düngung für alle Topfpflanzenkulturen geeignet. Herstellung erfolgt in spezialisierten industriellen Erdenwerken.

Torf-Ton-Subtrate
Weißtorf-Substrate

 

Spezialsubstrate

Seit den 70er Jahren werden verstärkt Torfsubstrate mit verschiedenen Zuschlagstoffen bis hin zu torffreien Substraten angeboten.

Ausgangsstoffe:
Rindenhumus
Substratkompost
Holzfaser
Perlite
Steinwolle
Blähton,
Lava
Kokosfaser
Kunststoffschaum
Reisspelzen Ton usw. 

 [Quelle: Gärtnerische Kultursubstrate, aid Heft 1085/2000]