Wichtiges in Kürze

  • Kompost enthält alle Haupt- und Spurennährstoffe für Pflanzen in einem ausgewogenen Verhältnis.
  • Die angegebenen Medianwerte wurden aus 2.691 Proben ermittelt, die  2008 im Rahmen der RAL Gütesicherung Kompost untersucht wurden.
  • Entsprechend der landwirtschaftlichen Offizialberatung sollen die im Kompost enthaltenen Phosphor- und Kaliummengen zu 100 % in der Düngeplanung berücksichtigt werden.
  • Der Stickstoff im Kompost ist überwiegend fest in den Humusmolekülen eingebunden. Deshalb trägt nur rund 15 % des gesamten Stickstoffs im Kompost innerhalb von drei Jahren zur Stickstoffversorgung der Pflanzen bei.
  • Aus den anrechenbaren Gehalten im Kompost und der Höhe der gewählten Kompostgabe errechnet sich die für die Düngeplanung anzurechnenden Nährstoff-, Kalk- und Humusfrachten.

 

 

  • Die Reinnährstoffpreise werden auf Grundlage der Marktpreise von mineralischen Düngemitteln berechnet, die regelmäßig im Landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen-Lippe veröffentlicht werden.
  • Der Wert des Humus wird über den Verkaufswert und die Humuswirkung von Weizenstroh berechnet.
  • Zur Berechnung des Kompostwertes werden die anrechenbaren Gehalte im Kompost mit den zuvor ermittelten Preisen für Nährstoffe, Kalk und Humus-C multipliziert.

 

 

  • Die Gesamtwertigkeit einer Kompostgabe pro Hektar wird durch Multiplikation der Wertigkeit von 1 t  Kompost mit der gesamten Ausbringmenge ermittelt.

 

 

 

  • Bei durchschnittlichen Ernteerträgen kann Kompost weitestgehend den Bedarf an Phosphor- und Kalium in der Fruchtfolge decken.
  • Der Stickstoff aus dem Kompost kann dagegen kurzfristig nur einen geringen Beitrag zur N-Versorgung der Pflanzen leisten.
  • Bei durchschnittlichen Kompostgaben kann Kompost trotz stark humuszerrender Fruchtfolgen zu einem weiteren Aufbau des Humusgehaltes im Boden beitragen.
  • Durch regelmäßige Kompostgaben kann in der Regel der Kalkbedarf vollständig abgedeckt werden.
  • Die Kosten für ein- und zweiphasige Verfahren zur Ausbringung von Komposten im Umkreis von rund 1 – 10 km bewegen sich durchschnittlich zwischen 3,50 und 5,60 €/t Kompost.
  • Nach Abzug der Kosten für Transport und Ausbringung verbleibt eine Wertigkeit für den Kompost frei Ackerkrume von ca. 8 bis 11 €/t
  • Die Kosten für die Kompostausbringung sind gegenüber der reinen Mineraldünung höher, da neben den Nährstoffen zusätzlich hohe Massen an Humus ausgebracht werden.
  • Durch die Kompostdüngung können in diesem Modellfall die Kosten von 54 €/ha in drei Jahren für die Grunddüngung zusätzlich eingespart werden.