Bodenverbesserung

Als Folge des positiven Einflusses auf die Humusversorgung kann mit regelmäßigen Kompostgaben mittelfristig eine deutliche Bodenverbesserung erzielt werden (vgl. Kasten). Sie sind der entscheidende Effekt der Kompostanwendung und rangieren in ihrer Bedeutung noch vor der Nährstoff- und Düngewirkung.

Bodenphysik und Wasserhaushalt

 

Verbesserter Parameter

Auswirkung für die Bodennutzung

Höhere Stabilität
der Bodenkrümel

 

 

stabilere Bodenstruktur
Boden mechanisch belastbarer 
leichtere Bearbeitbarkeit    
verminderte Erosion

 

besser befahrbar
Treibstoffeinsparung
geringerer Bodenabtrag

Schnellere
Bodenerwärmung

dunklere Bodenoberfläche

Wachstumsförderung im Frühjahr

Erhöhte Wasser- kapazität und  Wasserinfiltration



höhere Wasserspeicherung 
bessere Wasserdurchleitung, höhere Aufnahmefähigkeit
von Starkregen 
Insgesamt:

gegen Trockenstress
bessere „Regenverdaulichkeit“
Abschwächung von Witterungsextremen

 

Boden-Mikrobiologie

Zunahme der mikrobiellen Biomasse

 

erhöhte biologische Aktivität
bessere Bodengare
Zurückdrängen von bodenbürtigen Krankheitserregern

allgemeine Aktivierung des  Bodenlebens
höhere phytosanitäre Belastbarkeit

Erhöhte Enzymaktivitäten
Dehydrogenase
Phosphatase


engeres Kohlenstoff/Stickstoffverhältnis im Boden
bessere Mineralisierung der organischen Substanz
 

schnellere Stickstoff-Freisetzung
erhöhte Phosphat-Mineralisierung