Definition
Kompost (lat. componere – zusammengesetzt) ist ein natürliches Mischprodukt, dass beim mikrobiellen Abbau organischer Substanz, der sog. Rotte, entsteht. Als Ausgangsmaterialien für die standardisierten biologischen Rotteverfahren dienen überwiegend mittels Biotonne getrennt erfasste Garten- und Küchenabfälle (Biogut) sowie reine Pflanzenabfälle aus Gärten, Parkanlagen und der Landschaftspflege (Grüngut).
In seltenen Fällen dienen reine organische Abfälle aus der lebensmittelverarbeitenden Industrie zusätzlich aus Ausgangsstoffe für die Kompostprodukte.
Bei der professionellen Kompostierung müssen Temperaturen von 55 – 65 °C im gesamten Rottegut für mindestens eine Woche gehalten werden, weil nur so eine optimale Hygienisierung gewährleistet und ein zügiger Ab- und Umbau der organischen Substanz erreicht werden kann.
Die für die landwirtschaftliche Düngung angebotenen KomosMan unterscheidet Bioabfallkomposte (Mischung aus Bio- und Grünabfällen) und Grüngutkomposte (reine Pflanzenkomposte).
Es hat sich mittlerweile durchgesetzt, in der Landwirtschaft möglichst RAL-gütegesicherte Komposte einzusetzen, die eine hohe Qualität garantieren. Hohe Qualität heißt:
- Einwandfreie Hygienisierung, frei von Krankheitserregern und Unkrautsamen
- Optimale Gehalte an Wert- und Nährstoffen
- Freiheit von Fremdstoffen
- Niedrige Schwermetallgehalte unterhalb gesetzlicher Grenzwerte

