Zierpflanzenbau
Der Einsatz von Kompost hat bei der Herstellung von Substraten im eigenen Produktionsbetrieb eine lange Tradition. Auch bei den heutigen leistungsfähigen Substraten, die höchsten produktionstechnischen Anforderungen genügen müssen, macht man sich die bekannten Eigenschaften zunutze.
Kompost im Substrat: 
erhöht die Sorptionsfähigkeit
verbessert die Wiederbenetzbarkeit des Kompost-Torf-Substrates
fördert die Pflanzengesundheit durch seine phytosanitären Eigenschaften
enthält alle Spurenelemente
erhöht das Puffervermögen
deckt die Grundversorgung mit den Hauptnährstoffen - ausgenommen Stickstoff - ab
Für die Herstellung von Kultursubstraten werden zwei Typen von Substratkomposten unterschieden:
Substratkompost Typ I
Mischungsanteil bis zu 20 %Substratkompost Typ II
Mischungsanteil bis zu 40 %
Mit diesen Qualitätskomposten steht eine Komponente mit zuverlässigen Eigenschaften für die Herstellung von Substraten zur Verfügung. Es werden sowohl torffreie Kompostsubstrate mit Mischungskomponenten wie Rindenhumus und Holzfaser angeboten, als auch Kompost-Torf-Substrate für verschiedene Kulturen. Ebenso ist Substratkompost als einzelne Komponente erhältlich.
Die Bundesgütegemeinschaft Kompost verleiht das RAL-Zeichen speziell für Substratkomposte. Hier werden besondere Anforderungen hinsichtlich des Salzgehaltes und der Begrenzung von Nährstoffen festgesetzt und überwacht. Diese Werte sind Ergebnisse umfangreicher Untersuchungen. So wurde beispielsweise von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt eine Projektreihe zur Entwicklung und Anwendung von Kompost für den Gartenbau initiiert. Die Aufstellung der Gütekriterien war ein Ergebnis. Lehr- und Versuchsanstalten und die Universität Weihenstephan führen fortwährend Produktprüfungen durch.

