Baumschule
Kompost ist ein wichtiges Verkaufsargument. Die verminderte Verwendung von Torf schont den Lebensraum der Moore und die Verwendung von Kompost schließt den natürlichen Stoffkreislauf.
Kompost-Kultursubstrate
Für die Herstellung von Kultursubstraten werden Substratkomposte mit definierten Qualitäten und Mischungsanteilen eingesetzt. Unterschieden werden zwei Typen von Substratkomposten:
Substratkompost Typ I Mischungsanteil bis zu 20 %
Substratkompost Typ II Mischungsanteil bis zu 40 %
RAL-Kompost ist somit ein definierter Zuschlagstoff, der das Substrat um seine positiven Eigenschaften bereichert:
nahezu kein Aufwuchs von Samenunkräutern
hohes Puffervermögen
Gehalt aller Spurennährstoffe
phytosanitäre Wirkung
sehr gutes Nährstoffbindungsvermögen
gute Wiederbenetzbarkeit
Die typischen Eigenschaften der Kompost-Kultursubstrate sind bei der Kulturführung sowohl im Freiland als auch unter Glas zu berücksichtigen. Das ist bei der Kulturführung mit Kompost-Kultursubstraten zu beachten:
- Der Wasserbedarf liegt in den ersten 4 - 6 Kulturwochen niedriger als in reinen Torfsubstraten.
- Bewässerung ist häufiger in geringeren Mengen erforderlich.
- Bei der Behandlung mit Hemmstoffen muss evtl. später mit der Behandlung begonnen werden, da die Pflanzen eine Wachstumsverzögerung aufweisen, die später vollständig aufgeholt wird.
- Nährstoffverhältnisse im Topf sollten bei der Umstellung beobachtet und die Düngung entsprechend eingestellt werden. Da durch die organische Substanz Nährstoffe gebunden werden, wirken sich höhere Nährstoffgehalte nicht negativ aus.
<font size="1">[Quelle: Gartenbau Report 11/99: "Neue Komposte für den Gartenbau" Förderschwerpunkt Bioabfallverwertung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt]</font>
Angeboten werden sowohl torfreduzierte als auch torffreie Kultursubstrate für ca. 80% (ausgenommen sind z.B. Moorbeetpflanzen) der Baumschulkulturen. Als Zuschlagstoffe werden hier Rindenhumus, Holzfaser etc. eingesetzt. Substratkompost ist auch als einzelne Komponente erhältlich.
Bodenverbesserung mit Qualitätskompost in Quartieren
Durch die Bodennutzung in Baumschulen wird die organische Substanz verstärkt abgebaut. Optimale Humusgehalte sind auf baumschulisch genutzten Böden von besonderer Wichtigkeit. Qualitätskompost ist eine sehr gute Alternative zum bisher häufig verwandten Stallmist: Bei der Verwendung von nährstoffarmen Komposten lassen sich die Aufbringungsmengen an den geringen Nährstoffentzug durch die Baumschulgehölze anpassen. Untersuchungen wiesen bei mit Kompost versorgten Böden höhere Substanzerträge und bessere Pflanzenqualitäten auf. Dabei geht man davon aus, daß nicht nur die Nährstoffversorgung sondern auch die Verbesserung bodenphysikalischer und -biologischer Eigenschaften eine Rolle spielen.
<font color="#666666" size="1">[Quelle: DBU-Broschüre des ZVG, S.10 ff]</font>
Vorteile der Verwendung von Kompost-Kultursubstraten im Freiland:
geringes Sackungsvermögen
kompakter Habitus der Kulturpflanze
Aufgrund der raschen Austrocknung der Substratoberfläche:
geringfügiger Aufwuchs von Samenunkräutern
keine Ansiedlung von Lebermoos

