Nährstoffe

Nach Empfehlungen der landwirtschaftlichen Offizialberatung sollen die Gesamtgehalte an Phosphor und Kalium aus dem Kompost zu hundert Prozent bei der Düngeplanung angerechnet werden. Stickstoff dagegen ist überwiegend fest in den Humusmolekülen eingebunden und steht daher nur zu einem Teil den Pflanzen direkt zur Verfügung. Je nach Kompostart und der Umsetzungsrate im Boden werden hier in drei Jahren nur rund 15 % des Gesamtstickstoffs pflanzenverfügbar.

Durch eine Gabe von 47 t FS eines Kompostes mit mittleren Nährstoffgehalten können 61 kg pflanzenverfügbarer Stickstoff, 188 kg Phosphat und 334 kg Kalium pro Hektar in der Düngeplanung berücksichtigt werden.

Fruchtfolge

In der Abbildung 1 sind die Nährstoffentzüge einer Fruchtfolge Winterweizen – Wintergerste einzeln und in den grünen Säulen in der Summe dargestellt. Hierbei wurden Hektarerträge von 80 dt Winterweizen, 70 dt Wintergerste sowie 590 dt Zuckerrüben unterstellt. Bei der Berechnung sind eine vollständige Abfuhr des Strohs sowie eine Einarbeitung des Rübenblattes eingerechnet.

Es wird ersichtlich, dass der verfügbare Stickstoff mit 61 kg N/ha in drei Jahren nur zu einem geringen Teil zur Deckung des gesamten Stickstoffbedarfs der Fruchtfolge in Höhe von 445 kg beitragen kann.

Dagegen lässt sich ein Großteil des Phosphor- und Kaliumbedarfs der Fruchtfolge durch die Gaben aus dem Kompost decken.

Abbildung: Kompostdüngung in der Fruchtfolge

Vertiefende Informationen über die Nährstoffwirkung von Kompost bei der Düngung in der Landwirtschaft können den nachfolgenden Sonderdrucken entnommen werden.

Komposteinsatz spart Geld für Grunddüngung

Sonderdruck Getreidemagazin 3/2010 (PDF 284 KB)

Kompost fördert Schwefel-Versorgung der Pflanzen

Sonderdruck Getreidemagazin 03/2008 (PDF 353 KB)

Kompost fördert die biologische Aktivität und das Stickstoffnachlieferungsvermögen des Bodens

Sonderdruck Getreidemagazin 01/2008 (PDF 244 KB)