Landwirtschaft

Kompost- und Gärprodukte – hergestellt aus Bio- und Grüngut - enthalten alle essentiellen Pflanzen-Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis. Die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen kann bei regelmäßiger Kompostdüngung nahezu ausschließlich über Kompost abgedeckt werden. Lediglich die Stickstoffdüngung muss in konventionell wirtschaftenden Betrieben über eine zusätzliche mineralische Düngung abgesichert werden.

Darüber hinaus trägt der Kompost über seine hohen Anteile an stabiler organischer Substanz maßgeblich zur Humus–Düngung bei. Selbst in stark humuszehrenden Fruchtfolgen bewirkt eine mittlere Kompostgabe ein positives Humussaldo.

Kompost entfaltet durch seine basisch wirkenden Bestandteile eine Kalk-Wirkung. Der Landwirt kann normalerweise bei regelmäßigen Kompostgaben auf eine zusätzliche Kalkdüngung verzichten.

In Abhängigkeit von den aktuellen Preisen für Mineraldünger und den Strohpreisen lässt sich ein Kompostwert von rund 13 bis 20 Euro pro Tonne Frischsubstanz berechnen. Die Marktpreise für Kompostprodukte, die in großen Mengen an die Landwirtschaft vermarktet werden, liegen oft deutlich unter dem tatsächlichen Kompostwert. Der Landwirt kann somit seinen Boden über eine Kompostdüngung preisgünstig mit Nährstoffen und Humus versorgen.

Für die Kompostdüngung sind vom Landwirt einige Rechtsgrundlagen insbesondere nach der Bioabfallverordnung und der Düngeverordnung zu berücksichtigen. Sofern RAL-gütegesicherte Komposte eingesetzt werden, bleibt das Nachweis- und Lieferscheinverfahren einfach.