Neuanlage

Nach Fertigstellung eines Neubaus findet man häufig stark geschädigte Böden vor. Die Böden sind aufgrund der Bautätigkeiten verdichtet. Der verbliebene Oberboden ist meist humusarm und mit Materialien aus tieferen Bodenschichten vermischt. Der Boden muss zwingend vor den Pflanzungen vorbereitet werden. Ansonsten sind dauerhafte Probleme hinsichtlich Staunässe und kümmernder Pflanzenwuchs vorprogrammiert. Grundsätzlich bieten sich drei Varianten der Vorbereitung an:

Bezug von Oberbodenersatz

Die einfachste, aber oft auch aufwendigste Variante ist der Bezug von Mutterboden bzw. aufbereiteten Boden von der Kompostanlage. Auf der Kompostanlage werden in einem speziellen Verhältnis Boden und Komposte zu einem Bodensubstrat gemischt. Das Bodenmaterial wird dann im Garten ca. 10 bis 30 cm stark aufgetragen, bevor mit den Pflanzungen oder der Rasenaussaat begonnen wird. Nachteil dieser Variante ist, dass in der Regel große Mengen an Bodensubstraten bewegt werden müssen.

Herstellung von Oberbodenersatz

Vorteilhaft ist, wenn auf dem Grundstück noch aufgeschobenes Bodenmaterial vorhanden ist. Aus diesem häufig unbelebten und nährstoffarmen Bodenmaterial kann durch die Zugabe von Kompost und ggf. Sand ein geeignetes Oberbodenmaterial selbst hergestellt werden. Bei der Bemessung des Kompostanteils sollte grob abgeschätzt werden, ob der Boden sandig, lehmig oder eher tonig ist. Bei nährstoffreichen Komposten sollten eher niedrigere Kompostmengen beigemischt werden.

Kompostanteile für die Herstellung von Oberbodenersatz aus nährstoff- und humusarmen Bodenmaterial

schwach bindige Unterböden (Sand)

ca. 10 bis 20 Vol. %

bindige Unterböden (Schluff, Lehm)

ca. 15 bis 30 Vol. %

stark bindige Unterböden (Ton)

ca. 20 bis 40 Vol. %


Die optimalen Kompostgaben können entsprechend der tatsächlichen Nährstoff- und Humusgehalte im Kompost und Boden von den hier getroffenen Orientierungswerten abweichen.

Einarbeitung von Kompost

Sofern der vorhandene Boden in einem nicht allzu schlechten Zustand vorliegt, kann dieser auch durch die Einarbeitung von Kompost aufgewertet werden. Der Kompost sollte mit geeigneten Gartenwerkzeugen oder einer Bodenfräse ca. 10 bis 25 cm tief in den vorhandenen Boden eingemischt werden. Auch hier richtet sich die Kompostgabe wie bei der Herstellung von Oberbodenersatz nach der vorliegenden Bodenart sowie dem Nährstoffgehalt des Bodens und des Kompostes. Orientierungswerte für die Höhe der Kompostgabe liefert die nachstehende Tabelle.

Kompostgaben zur Aufwertung von nährstoffarmen Böden bei der Gestaltung einer Gartenneuanlage

schwach bindige Unterböden (Sand)

ca. 10 bis 20 Vol. %

bindige Unterböden (Schluff, Lehm)

ca. 15 bis 30 Vol. %

stark bindige Unterböden (Ton)

ca. 20 bis 40 Vol. %


Die optimalen Kompostgaben können entsprechend der tatsächlichen Nährstoff- und Humusgehalte im Kompost und Boden von den hier getroffenen Orientierungswerten abweichen.