Rekultivierung

Bei der Rekultivierung von Flächen in größerem Umfang sind insbesondere die Bestimmungen der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) einschließlich der landesspezifischen Regelungen zu berücksichtigen. Ggf. müssen bei der Herstellung von durchwurzelbaren Bodenschichten Untersuchungen der vorhanden Bodenmaterialien sowie Berechnungen der zu erwartenden Schadstoffgehalte nach Einbringung von Materialien wie z.B. Kompost durchgeführt werden. Die Maßnahmen sind im Vorfeld mit den zuständigen Behörden abzustimmen.

Der anzustrebende Humusgehalt der Böden hängt in erster Linie von der Bodenart ab, die einzustellenden Nährstoffgehalte im Boden dagegen von der Art der Folgenutzung. Hier müssen an Hand der Ergebnisse der Bodenuntersuchungen sowie der Inhaltsstoffe der Komposte im Vorfeld genaue Berechnungen durchgeführt werden. Die Kompostanlagen, deren Produkte mit RAL-Gütezeichen Kompost ausgezeichnet sind, verfügen über spezielle Fremdüberwachungszeugnisse. Hier werden anhand der Inhaltsstoffe des Kompostes gezielte Berechnungen und Empfehlungen für die optimalen Kompostgaben bei Rekultivierungsmaßnahmen gegeben. Eine Orientierungshilfe bietet die nachfolgende Tabelle. Bei nährstoffreichen Komposten sind eher die niedrigeren Aufwandsmengen zu empfehlen. 

Kompostgaben zur Aufwertung von nährstoffarmen Böden bei Rekultivierungsmaßnahmen in Abhängigkeit von der Bodenart.

schwach bindige Böden (Sand)

ca. 20 – 40 l/m²

bindige Böden (Schluff, Lehm)

ca. 25 – 50 l/m²

stark bindige Böden (Ton)

ca. 30 – 60 l/m²


die optimalen Kompostgaben können entsprechend der tatsächlichen Nährstoff- und Humusgehalte im Kompost und Boden von den hier getroffenen Orientierungswerten abweichen.