Pflege

Die regelmäßige Gabe von Kompost bei bestehenden Pflanzungen trägt zur dauerhaften Gesunderhaltung des Bodens bei und versorgt die Pflanzen mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen. Sofern im Boden ein ausreichender Humus- und Nährstoffgehalt aufgebaut wurde, sind zur Aufrechterhaltung nur relativ kleine Kompostmengen erforderlich. Da die Nährstoffe aus dem Kompost über einen langen Zeitraum kontinuierlich freigegeben werden, können die empfohlenen jährlichen Kompostgaben auch zu 3- bis 5-jährigen Gaben zusammengefasst werden.

Sofern der Boden mit Pflanzennährstoffen übervorsorgt ist, sollte vorübergehend auf eine Kompostdüngung verzichtet werden. Der Kompost würde in diesem Fall nur zu einer unnötigen Aufstockung des Nährstoffpools im Boden beitragen. Im Zweifelsfall gibt eine gezielte Untersuchung des Gartenbodens auf Nährstoffe Aufschluss über den Versorgungsstand.

Der Kompost sollte nach Möglichkeit oberflächennah eingeharkt werden. In gesunden Böden sorgen Regenwürmer und andere Bodentiere dafür, dass der Kompost auch in tiefere Schichten verbracht wird.

Die nachfolgende Tabelle bietet Orientierungswerte für die regelmäßige Kompostdüngung.

Aufwandmengen für die regelmäßige Kompostdüngung (Angaben je Jahr)

Starkzehrende Stauden

2-4 l/m²

Schwachzehrende Stauden

1-2 l/m²

Rosen

3-5 l/m²

Ziergehölze

1-2 l/m²

Rasen

1-2 l/m²


Bei nährstoffreichen Komposten und hoher Nährstoffversorgung des Bodens ist die Kompostgabe nach den niedrigeren Aufwandsempfehlungen auszurichten.

Gemüseart

Aufwandmenge *

Starkzehrer:
Tomaten, Sellerie, Kohl, Kürbis, Mais, Wirsing, Kohlrabi,
Brokkoli, Porree u. a.

ca. 3 l/m²

Mittlerer Bedarf:
Gurke, Rettich, Möhren, Zwiebeln, Zucchini, Kartoffeln,
Rhabarber u. a.

ca. 2 l/m²

Schwachzehrer:
Rote Beete, Bohnen, Spinat, Mangold, Paprika, Erbsen,
Salat, Radieschen u. a.

ca. 1 l/m²